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3 energievolle Fragen an… Toni Kaufmann

In unserer neuen Rubrik lassen wir Menschen aus Kultur, Sport und Gesellschaft zu Wort kommen – persönlich, pointiert und mit Haltung zu Klima, Energie und Nachhaltigkeit. Zum Auftakt erzählt Romano Mombelli, Open-Water-Schwimmer aus Solothurn, über „Fütterungen“ und Müllhalden im Ärmelkanal, motivierende Whiteboards und den Versuch, negative Energie einfach zu umschwimmen… und gönnt uns sogar eine Extrarunde mit einer vierten Antwort.

Anbei lassen wir Anton Kaufmann | Raumformer aus Solothurn zu Wort kommen.

I Was bedeutet «Klima» für dich – nicht nur draussen, sondern in der Werkstatt, im Team, beim Gestalten?

Ich brauche ein ausgeglichenes Klima damit Schönes entstehen kann. Ein gereiztes Klima führt schnell mal zu unkontrollierten Entladungen, Chaos. Das kann auch seinen Reiz haben, braucht aber sehr viel Energie. Klare Ansagen/Aussagen sind bei uns sehr wichtig, so können wir auf interne Klimaveränderungen besser und gelassener reagieren.

II Wenn du dem Klimadiskurs einen neuen Begriff einschweissen könntest, welcher würde uns als Gesellschaft des Kantons Solothurn wirklich weiterbringen?

MUT, etwas zu wagen, Entscheidungen zu treffen; Mut, Verantwortung zu übernehmen. Mut, Dinge zu tun, die etwas bewirken können. Mut, sich über die eigene Klimazone hinauszutrauen. Und schlussendlich den Mut zu haben, einer Entscheidung zu vertrauen, auch wenn es nicht die eigene ist.

III Wie verändert sich dein Blick auf Energie, wenn du täglich mit Feuer arbeitest?

Energie ist bei uns täglich sehr sichtbar, in Form des Lichtbogens, den man beim elektrischen Schweissen zündet. Der Lichtbogen bringt die Stahlbleche unserer Feuerkugeln in Sekundenbruchteilen zum Schmelzen. Ein Schweisspunkt entsteht. Punkt für Punkt entsteht so aus Energie etwas zum Anfassen. Ein Gebrauchsgegenstand, der wiederum seine eigene Energie aussendet.

Supplement: Schweissen verbindet Metall –, was verbindet Haltung, Handwerk und Nachhaltigkeit?

…meiner inneren Haltung gegenüber, meinem Handeln und meinen Entscheidungen. Ich achte auf meine Möglichkeiten, frage mich, was ich noch lernen möchte, wo ich es auch mal stehen lassen darf. Achtsamkeit im Umgang mit Gefahren, Werkzeugen, Materialien und Ressourcen.

Schöne Dinge entstehen selten durch Berechnungen, man muss achtsam sein, zuhören, fühlen, entscheiden.

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